Der situationsbezogene Ansatz
in unserem Kindergarten
Der situationsbezogene Ansatz baut seine grund-
legenden Prinzipien auf bestimmte Werte auf:
Mitsprache der Kinder, Wertschätzung und Achtung
der individuellen Bedürfnisse und Interessen der
Kinder. Er gibt den Kindern die Möglichkeit,
Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten, Sinnzu-
sammenhänge zu begreifen und aus der Bewältigung
erlebter Situationen Verantwortung zu übernehmen.
Themen und Anforderungen werden zur Grundlage von
Projekten genommen, welche die Kinder jetzt und in
Zukunft real bewältigen müssen.
Das heißt für uns konkret:
- Die Kinder werden an Entscheidungen
beteiligt. Auf diese Weise werden
sowohl Gemeinschaftlichkeit als auch
Eigenverantwortlichkeit gestärkt. Die Kinder gestalten den Kindergarten aktiv
mit.
- Die Erzieher Innen überlegen, was für die Kinder wichtig ist, wie sie
etwas erleben, wo sie leben und handeln und welche Hilfestellung sie brauchen.
- In der Kinderkonferenz können die Kinder Wünsche, Meinungen, und Vorstellungen
äußern, über abgeschlossene Projekte berichten und ihre Beziehungen mit
anderen Kindern klären.
- Gespräche mit Eltern können bedeutsame Hinweise für die Arbeit im Kindergarten
ergeben. Die Kinder übernehmen Verantwortung für anfallende Arbeiten.
Erfahrungen haben uns gezeigt, daß in Projekten, von denen sich die Kinder im
hohen Maße angesprochen gefühlt haben, viele neue Ideen und Anregungen von den
Kindern selbst eingebracht worden sind, wie z.B. Raumgestaltung, Umgang und
Kennenlernen von technischen Geräten.
Dieses alles bedeutet für das Kindergartenpersonal:
- Die Kinder mit ihren Vorstellungen ernst nehmen, so daß sie die Umsetzung
ihrer Ideen erleben können
- Regelmäßige Beobachtung der Kinder und Dokumentation, Gespräche mit Kindern
und Eltern und Reflektion der eigenen Arbeit.
- In die Planung das Lebensfeld der Kinder einbeziehen
Unser Bildungsprofil „Starke Kinder“
2006 wurde für alle Kindergärten in NRW eine verbindliche Bildungsvereinbahrung (Kibiz) erstellt. Das Kinderbildungsgesetz stellt die individuelle Förderung der Kinder in den Mittelpunkt.
Bildung ist Selbstbildung. Kinder lernen und bilden sich über das, was sie mit ihren eigenen Sinnen und im sozialen Bezug erfahren. Kinder bilden sich, indem sie sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen.
Unsere Grundlage für eine zielgerichtete Bildungsarbeit ist die beobachtende Wahrnehmung jedes einzelnen Kindes. Dies erreichen wir durch die kontinuierliche Dokumentation über die Bildungsprozesse. Dadurch arbeiten wir gezielt an den in der Bildungsvereinbarung geforderten Basiskompetenzen eines jeden Kindes.
Diese sind:
- Individuumsbezogene Kompetenzen
Hierbei geht es darum, den Kindern ein positives Selbstverständnis zu vermitteln, Kreativität sowie emotionale Kompetenz zu entwickeln.
- Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext
Die Kinder sollen lernen, sich im sozialen Umfeld orientieren zu können und Werte zu schätzen. Darüber hinaus geht es hier um die Fähigkeit und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und demokratisch zu handeln.
- Lernen und lernmethodische Kompetenz
Die Kinder erlernen Methoden, sich spielerisch Wissen anzueignen, ihr Verhalten zu planen, Fehler selbst zu entdecken und zu korrigieren.
- Kompetenz im Umgang mit Veränderungen und Belastungen
Die Kinder erlangen die Fähigkeit, personale und soziale Kompetenzen und Ressourcen erfolgreich zu nutzen.
Die 10 Bildungsbereiche:
- Bewegung
- Körper, Gesundheit und Ernährung
- Sprache und Kommunikation
- Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung
- Musisch- ästhetische Bildung
- Religion und Ethik
- Mathematische Bildung
- Naturwissenschaftlich- technische Bildung
- Ökologische Bildung
- Medien